Gedanken zum Thema Wasser
Elementares Elexier, Geheimnis und Mysterium, Leben und Vernichtung, Trockenheit und Überschwemmung, Erfrischung und Durst, Wasser als Sinnbild für Kraft und Lebendigkeit. Und auch hier gilt das richtige Maß.
Ein früher Spaziergang durch die morgenfrische, von Tau benetzte Natur, begleitet von munter sprudelndem Wasser der
herrlichen Gebirgsbäche, Wassertröpfchen auf erblühenden Blumen, herabfallend von frischgrünen Zweigen der Bäume -
das ist Belebung des Körpers und des Geistes gleichermaßen.
Wer an einem fließenden Gewässer entlang geht, wird das Fließen in sich selber spüren.
Wer sich an einem ruhenden Gewässer aufhält, dem wird die Ruhe gegeben.
Wer Gelegenheit hat, auf frischgrünen Wiesen und Waldböden barfuß zu gehen, kann dieses wassererfüllte Lebensgefühl noch viel ursprünglicher fühlen.
Alles Leben entstieg den Wassern des Urmeeres, und der Kreislauf des Wassers vom aufsteigendem Dunst bis hin in die Wolken gilt uns als ein Gleichnis für Unvergänglichkeit und Ewigkeit. Wiederum als Niederschlag zurück zur Erde, von dieser wohlbehütet gespeichert bis in tiefste Schichten, gefiltert, mit Mineralien angereichert, darf es als köstliche Quellen wieder hervorsprudeln. Verwandelt in Gletschereis speist es Meere und Bäche, Seen und Ströme. Als Nebel hüllt es Landschaften in Schweigen und in Gewitterwolken spüren wir die Kraft dieses Elements. Es füllt Grundwasserspeicher der Ebenen und unterirdische Gewölbe mitten im Herzen der Berge.
Das Gegenteil davon - Wüsten - wo nur einige wenige wassererfüllte Oasen als kostbare Perlen und Lebenswunder Zielpunkt und Sehnsucht aller dort lebenden Wesen sind. Was hier in unseren Breiten oft so achtlos verschwendet wird, ist dort zu Recht das allerhöchste Gut und als dieses sollte es auch uns hier mitten im Wasserüberfluss und in unserem Bewusstsein gelten !
Ein Glas Wasser - welche Köstlichkeit!
Man braucht nur die Medienberichte zu verfolgen und es gibt immer wieder zahlreiche Meldungen von Überflutungen großer Teile der Erde, wo Wasser nicht zum Nutzen und zum Segen gereicht, sondern Tod und Elend bringt. Mit allen Folgen wie Seuchen, Vernichtung der Ernten und des Lebensraumes, Verschmutzung der Trinkwasservorkommen und Entzug aller Existenzgrundlagen der dort angesiedelten Menschen.
Nirgends wird wohl die Gegensätzlichkeit von Zuviel und Zuwenig deutlicher und schmerzvoller spürbar als in diesem Mangel oder Überfluss.