Säure-Basen-Haushalt
Das
Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen im menschlichen Körper ist von
essentieller
Bedeutung für unsere Gesundheit. Die Funktion sämtlicher Stoffwechselwege beruht auf einem
ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt, der den optimalen pH-Wert des Blutes sicherstellen soll.
Unter dem pH-Wert versteht man im Allgemeinen ein Maß für die Stärke der sauren beziehungsweise
basischen Wirkung einer wässrigen Lösung. Weist eine Lösung einen
pH-Wert kleiner als sieben auf,
so spricht man von einer sauren Wirkung der Lösung.
Als einer der „sauersten“ Vertreter kann beispielsweise die Batteriesäure genannt werden, die in den
meisten Aufzählungen das untere Ende der Messskala darstellt. Verfügt eine Lösung hingegen über
einen
pH-Wert größer als sieben, so kann eine basische Wirkung der Lösung festgestellt werden.
Als Beispiel für eine Lösung, die sich am oberen Ende der Messskala befindet, kann etwa die
Natronlauge
genannt werden, die einen
pH-Wert von 13,5 bis 15 aufweist. Eine Lösung mit einem pH-Wert von genau
sieben wird in der Regel als neutrale Lösung bezeichnet. Der
optimale pH-Wert des menschlichen Blutes
liegt zwischen
7,35 und 7,45, da in diesem Bereich perfekte Bedingungen für die zahlreichen Stoffwechsel-
vorgänge bestehen. Die Änderung des pH-Wertes im Blut kann auf unterschiedliche Auslöser zurückgeführt
werden. Einer der möglichen Gründe kann auch die verstärkte Aufnahme von „
sauren“ oder „
basischen“
Lebensmitteln sein. Zu den ersteren sind etwa Fleisch, Käse und Getreide zu zählen, während man Obst
und Gemüse in der Regel als „basische“ Nahrung einstuft. Die Ernährung spielt daher eine besonders
entscheidende Rolle, wenn es um einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt geht.
Im Organismus eines gesunden Menschen sind zu
20 Prozent Säuren und zu
80 Prozent Basen zu
finden. Dieses natürliche
Säure-Basen-Gleichgewicht gilt es zu halten, damit Körper und Geist reibungslos
funktionieren, da jede Veränderung – egal ob zu Gunsten der Säuren oder der Basen – einen Angriff auf unsere
Gesundheit darstellt und so das Risiko organischer Störungen wesentlich erhöht. Die oben bereits angesprochene
Ernährungsweise sowie auch der moderner Lebensstil führen allerdings immer stärker zu einer
schleichenden
Übersäuerung unseres Körpers. Zwar verfügt der Mensch mit dem Blut und dem Gewebe über
zwei wesentliche
Puffersysteme, die geringfügige Ungleichheiten in der Säure-Basen-Verteilung durchaus noch ausgleichen können,
doch auch diese Auffangfunktion kann den Belastungen nicht beliebig lang standhalten. Generell sollte daher noch
stärker auf eine gesunde Ernährung geachtet werden, da man
Basen-Lieferanten wie
Kartoffeln,
Gemüse,
Obst,
Roh- und Buttermilch sowie
Kräutertees und
Gewürzkräuter meist in zu geringen Maßen zu sich nimmt.
Säurelieferanten wie
Fleisch,
Wurst,
Milchprodukte,
Fisch,
Weißmehlprodukte,
Reis,
Zucker,
Kaffee und
Alkohol werden hingegen meist zu häufig konsumiert. Darauf muss Rücksicht genommen werden, will man einen
funktionierenden Säure-Basen-Haushalt, der eine unverzichtbare Grundlage eines guten Gesundheitszustandes
darstellt, sicherstellen.